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Nachbericht LGL-Gespräche zur Lebensmittelsicherheit: „Lebensmittel und Zoonosen: Ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko?“


Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit als zentrale Fachbehörde des Freistaats Bayern im Bereich der Lebensmittelsicherheit und des Verbraucherschutzes veranstaltete gemeinsam mit der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen am 03.07.2019 in Oberschleißheim die LGL Gespräche zur Lebensmittelsicherheit.  Die diesjährige Veranstaltung befasste sich mit dem Thema „Lebensmittel und Zoonosen: Ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko?“.

Referenten/Referentinnen beim Workshop in Oberschleißheim


Nach den Begrüßungsworten des LGL Präsidenten Dr. Andreas Zapf, der den „One Health Gedanken“ in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte und die Bedeutung des interdisziplinierten Austausches beleuchtete, stellte Herr Prof. Dr. Stephan Ludwig, von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster als Koordinator die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen vor. Drei Referentinnen und Referenten, Herr Prof. Thomas Alter (FH Berlin), Frau Dr. Elisabeth Schuh (BfR Berlin) und Frau Dr. Beatrice Stessl (Veterinärmedizinische Universität Wien) gaben jeweils einen sehr fundierten Überblick über die aktuelle Situation zu Campylobacter, EHEC und Listerien. Alle drei Vorträge wurden intensiv diskutiert, besonders die Übertragungswege bei Campylobacter, die Altersverteilung bei den Listerienausbrüchen und die Herausforderungen bei verzehrfertigen Lebensmitteln bei EHEC standen im Focus der Diskussionen.

Prof. Stephan Ludwig während seines Vortrags


Herr Dr. Hendrik Wilking vom RKI komplettierte den Vormittag mit Listeriose in Deutschland - epidemiologische Trends und Ursachenfindung bei Ausbrüchen. Er plädierte für weniger Skandalisierung durch bessere Kommunikation! Nur durch eine Zusammenfassung von epidemiologischen Daten und molekularbiologischer Analytik können Ausbrüche aufgeklärt werden.

Frau Dr. Ute Messelhäußer stellte die am LGL neu gegründete Fachgruppe Zoonosen vor. Aufgaben sind die Unterstützung der Vor-Ort-Behörden im Rahmen lebensmittel-/zoonosebedingter Ausbruchsgeschehen (Ausbruchsmanagement) und die Betreuung des bundesweiten Erfassungssystems für lebensmittel-bedingte Ausbrüche (BELA). Die Fachgruppe Zoonosen dient als Koordinierungsstelle für fachliche und rechtliche Fragestellungen im Bereich lebensmittelübertragener Zoonosen. Den Abschluss bildeten zwei Vorträge aus der Praxis von Herrn VOR Jens Lewitzki vom Veterinäramt Weilheim Schongau und Frau Dr. Ruth Renz vom Gesundheitsamt Landkreis Günzburg. Die beiden Vorträge zeigten deutlich, welche Herausforderungen in der täglichen Praxis für das Veterinäramt und das Gesundheitsamt existieren und wie die Probleme entsprechend gemeistert werden. Beide Vorträge wurden durch eigene Erfahrungen der TeilnehmerInnen in der Diskussion ergänzt und sehr intensiv diskutiert.

Teilnehmer*innen beim ausgebuchten Workshop in Oberschleißheim


Die Veranstaltung, die mit 120 TeilnehmerInnen komplett ausgebucht war, war eine sehr gute Möglichkeit, sich umfassend zum Thema zu informieren und sich mit  VertreterInnen der unterschiedlichen Fachdisziplinen auszutauschen. Die zahlreichen Rückmeldungen waren alle sehr positiv. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen und dem LGL wird geplant.


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