Pilotprojekt: Entwicklung der Grundlagen für eine funktionelle Epidemiologie von Giardia duodenalis Infektionen
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Giardia
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Quelle: krishnacreations
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Giardiasis ist in Deutschland und weltweit eine der häufigsten (in Deutschland meldepflichtigen) humanen Parasitosen und wird epidemiologisch mit akuten und chronischen Diarrhöen, seltener auch mit Erkrankungen wie Arthritis, Reizdarmsyndrom und Allergien in Zusammenhang gebracht. Giardia duodenalis (Gd) ist ubiquitär verbreitet und auch bei Nutz- und Haustieren zu finden. Das daraus resultierende zoonotische Gefährdungspotential ist unklar, vor allem weil molekulare Marker von Virulenz und Pathogenität nicht bekannt sind und zoonotische Isolate in dieser Hinsicht nicht evaluiert werden können.
In diesem Projekt soll eine Giardia duodenalis-Biobank mit Umwelt- /veterinärmedizinischen Isolaten und humanmedizinisch-klinischen Isolaten aufgebaut werden, welche die Grundlage für eine funktionelle Epidemiologie der Gd Infektionen bildet.
In einem ersten Ansatz funktioneller Epidemiologie soll weiterhin die Sequenz-abhängige funktionelle Variabilität des GdAI/PAD Enzyms (Arginin-/Peptidylarginindeiminase) mit Hilfe der Gd Isolate dieser Biobank bestimmt werden, um abzuklären, ob diese mit klinischer Symptomatik korreliert.
In diesem Vorhaben kooperieren Grundlagenforscher, Veterinär- und Humanmediziner aus universitären Einrichtungen (Charité, Universität Zürich) und Instituten des öffentlichen Gesundheitswesens (Vetsuisse, RKI, BfR) aus Deutschland und der Schweiz.
Koordinator: Dr. Anton Aebischer (Robert Koch-Institut, Berlin)
Projektpartner:
Dr. Karsten Nöckler (Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin)
Prof. Dr. Ralf Ignatius (Institut für Tropenmedizin der Charité, Berlin)
Dr. Felix Grimm (Institut für Parasitologie, Vetsuisse, Universität Zürich)
Projektbeginn: 01.10.2010
Förderdauer: 18 Monate