Seite 1 von 23 >>
 
 
Forschung an resistenten Bakterien in Nutztieren
Vorläufige Ergebnisse aus dem Forschungsverbund RESET
Hannover, Berlin, 25. Januar 2012. Im Rahmen des Verbundprojektes RESET werden gegenwärtig von verschiedenen Kooperationspartnern (Freie Universität (FU) Berlin, Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)) umfangreiche und aufwändige Querschnittsstudien und Longitudinalstudien sowie weiterführende Untersuchungen durchgeführt, bei denen der Nachweis und die vertiefte wissenschaftliche Analyse zum Auftreten spezieller Resistenzen bei Enterobakterien durchgeführt werden. Hierbei werden sehr selektive Verfahren eingesetzt, um sogenannte ESBL-bildende Erreger in Nutztierhaltungen nachzuweisen. Die gewonnenen ESBLverdächtigen Isolate werden anschließend einer molekularbiologischen Bestätigung sowie weiterführenden Untersuchungen unterzogen. Der Forschungsverbund, an dem Forschergruppen aus Tier- und Humanmedizin sowie Mikrobiologie, Pharmakologie und Epidemiologie mitwirken, wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.
[
mehr ]
 
 
Antibiotikaresistente Keime in Hähnchenfleisch
Der Nachweis von ESBL und MRSA auf Hähnchenfleisch in einer Studie des BUND sorgt für Schlagzeilen
11. Januar 2012 In einer Pressemitteilung vom 9. Januar 2012 machte der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND) darauf aufmerksam, dass bei einer Stichprobenuntersuchung mit 20 Proben in 50% der Proben ESBL (Extended Spectrum Beta-Lactamase, Beta-Lactamase mit erweitertem Wirkungsbereich) und in 20% der Proben MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) nachgewiesen werden konnten. Laut BUND kann dieser Nachweis antibiotikaresistenter Keime auf den übermäßigen Gebrauch von Antibiotika in der Tierhaltung zurückgeführt werden.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wiederholte daraufhin, dass es erklärtes Ziel sei, den Antibiotikagebrauch in der Tiermast zu verringern, um damit die therapeutische Breite bei der Behandlung bakterieller Infektionen beim Menschen zu erhalten. Zudem stellte das BMELV am 10. Januar geplante Maßnahmen zur Eindämmung und Kontrolle des Einsatzes von Antibiotika bei Tieren vor. Die vorgelegte, derzeit zur Abstimmung bei den Ländern liegende Überarbeitung des Arzneimittelgesetztes sehe strengere Auflagen bei der Verwendung von Antibiotika bei Tieren vor und solle die unbürokratische und schnelle Zusammenarbeit von Behörden erleichtern, so das Bundesministerium.
Ebenfalls am 10. Januar wies das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Pressemitteilung darauf hin, dass der Nachweis von antibiotikaresistenten Keimen in Fleischproben bereits länger bekannt sei, und wiederholte Handlungsempfehlungen für die Tierhaltung sowie für Verbraucher. Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings 2009 wurde vom BfR die Resistenzsituation in Nutztieren und in Lebensmitteln untersucht. Der Bericht hierzu kann im Internet nachgelesen werden.
[
mehr ]
 
 
EHEC-Ausbruch 2011: Ein Resümee aus Sicht der Risikobewertung
Bundesinstitut für Risikobewertung veröffentlicht Abschlussbericht zum EHEC-Ausbruch 2011
31. Dezember 2011 Der EHEC-Ausbruch von Mai bis Juli 2011 war der größte Ausbruch mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC), den es seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gegeben hat. Letztlich konnten importierte Bockshornkleesamen aus Ägypten, die mit dem enteroaggregativen EHEC-Stamm O104:H4 kontaminiert waren, mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ursache identifiziert werden. In dem jetzt veröffentlichten Abschlussbericht sind die zentralen Arbeitsergebnisse des BfR zum EHEC-Ausbruchsgeschehen und Empfehlungen zum Schutz vor zukünftigen Ausbrüchen zusammengefasst. „Solche Vorfälle wie der EHEC-Ausbruch im Jahr 2011 können jederzeit wieder auftreten - wir müssen stets gut vorbereitet sein“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.
[
mehr ]
 
 
Vogelgrippe: Zensur aus Sorge um Bioterrorismus
Beitrag im Deutschen Ärzteblatt
22. Dezember 2011 Die beiden Forschergruppen, die in umstrittenen Versuchen die Ansteckungsfähigkeit des Vogelgrippevirus H5N1 für Menschen gesteigert haben, wollen in ihren bevorstehenden Publikationen in Nature und Science auf Details verzichten, die Bioterroristen einen Nachbau erleichtern könnten.
Zum Artikel (Deutsches Ärzteblatt, 21.12.2011)
Stellungnahme der GfV
Aktualisierung zum Thema:
Link zum Moratorium der Wissenschaftler (Science, 20. Januar 2012)
[
mehr ]
Seite 1 von 23 >>