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News

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Zoonosen: Aus uralten Erregern für die Zukunft lernen

Nationales Symposium für Zoonosenforschung 2016 am 13./14. Oktober in Berlin zeigt breites Themenspektrum von Archäogenetik bis Zikavirus

6.10.2016. Genomanalysen sehr alter Erreger können neues Licht auf heutige und zukünftige Infektionskrankheiten werfen − auch auf die sogenannten Zoonosen. Diese werden wechselseitig zwischen Menschen und Tieren übertragen und machen den Großteil der bekannten Infektionskrankheiten des Menschen aus. Wie die Erforschung uralter Erreger die Vorhersage und Vorbeugung zukünftiger Infektionen ermöglichen könnte, wird Prof. Dr. Johannes Krause (Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte) beim Nationalen Symposium für Zoonosenforschung am 13. und 14. Oktober 2016 in Berlin illustrieren.

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Forschung für Gesundheit von Mensch und Tier

Pressemitteilung von Sybille Benning, MdB

Sybille Benning besucht Nationale Forschungsplattform für Zoonosen

Die Bundestagsabgeordnete Sybille Benning hat den Koordinationsstandort der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen besucht, der am Institut für Molekulare Virologie in Münster angesiedelt ist. Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die wechselseitig zwischen Menschen und Tieren übertragen werden können. Bekannte Beispiele sind die Vogelgrippe, aber auch Ebola oder die Zikavirus-Infektion.

Im Gespräch mit dem Institutsleiter Prof. Dr. Stephan Ludwig und der wissenschaftlichen Referentin Dr. Friederike Jansen erkundigte sich die Abgeordnete über die zielgerichtete Forschung an neuen Diagnostikmethoden und Behandlungsmöglichkeiten. „Dank der Zoonosenplattform ist es erstmals gelungen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Human- und Veterinärmedizin im Sinne des sogenannten One Health-Gedanken zusammenzubringen“, so Friederike Jansen. Dabei  kümmert sich der Standort Münster der bundesweit mehr als 600 Mitglieder zählenden Zoonosenplattform schwerpunktmäßig um die Anbahnung nationaler und internationaler Kooperationen, Fragen rund um das Thema Forschungsförderung wissenschaftliche Veranstaltungen. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen und Herkunftsländer zusammenzubringen ist unsere wesentliche Aufgabe, um interdisziplinäre Kooperationen anzustoßen und um somit Zoonosen, die nicht an Länder- und Fachgrenzen Halt machen, auch zukünftig effizient bekämpfen zu können“, betont Stephan Ludwig.

Neben der Koordination von Forschungskooperationen ist auch die Stärkung des Bewusstseins für den verantwortungsvollen Umgang mit Forschungsergebnissen im Bereich der Infektionsforschung ein Anliegen der Zoonosenplattform. Frau Benning interessierte sich vor allem auch für dieses Thema, da sie Berichterstatterin für Ethik in der Forschung ihrer Fraktion ist. Dual Use bezeichnet Forschungsergebnisse, die nicht nur zu positiven Zwecken genutzt werden können, sondern auch über Missbrauchspotential verfügen.

Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Zoonosen-Forschung mit einer Förderinitiative und stellt 40 Millionen Euro zunächst für fünf Jahre zur Verfügung. Ziel ist es, mit der Förderinitiative den  One Health-Gedanken weiter zu stärken und umzusetzen. Dafür ist die Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin sowie weiterer Fachdisziplinen, wie Biologie, Umweltforschung, Agrarwissenschaften und Lebensmittetechnologien notwendig. Benning: „Wie sehr die Gesundheit von Mensch und Tier zusammenhängen, hat uns der Ebola-Ausbruch in Westafrika gezeigt. Daher leistet Münster mit der Koordination der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen einen wichtigen Beitrag für den Schutz der menschlichen Gesundheit.“

 

 

Foto von links: Sybille Benning Bundestagsabgeordnete für Münster, Prof. Dr. Stephan Ludwig Standortleiter Zoonosenplattform Münster, Dr. Friederike Jansen wissenschaftliche Referentin Zoonosenplattform Münster


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Zoonosenforschung für die Anwendung

Zusammenarbeit der Zoonosenplattform mit Vertretern des öffentlichen Gesundheitsdienstes

Seit 2014 arbeitet die Zoonosenplattform verstärkt mit Vertreterinnen und Vertretern des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zusammen. In ersten Gesprächsrunden in den Jahren 2014 und 2015 wurden gemeinsame Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen Forschung und Anwendung in Human- und Veterinärmedizin erörtert. Zudem fanden gegenseitige Besuche auf den relevanten Jahrestagungen und Veranstaltungen statt.

Aufbauend auf ersten Kontakten haben die Akademie für öffentliches Gesundheitswesen Düsseldorf und der BVÖGD an der Organisation des National Symposium on Zoonoses Research 2015 mitgewirkt und deutlich zur konkreten Ausgestaltung im Hinblick auf Public Health-Themen beigetragen (zum Nachbericht).

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Nationale Forschungsplattform für Zoonosen tritt der International One Health Coalition bei

Internationalsierung

Der Begriff One Health („eine Gesundheit“) wird verwendet, um das komplexe Zusammenspiel zwischen menschlicher Gesundheit, Tiergesundheit und der Umwelt mit einem Wort zusammenzufassen. Diese drei Systeme gemeinsam zu betrachten und bei der Forschung zu berücksichtigen, wird durch verschiedene nationale und internationale Organisationen unterstützt.

Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen lebt den One Health-Gedanken bereits seit 2009 in Form disziplin-und institutsübergreifender nationaler Forschungszusammenarbeit und –förderung insbesondere in Deutschland. Die One Health Platform ist vor allem im internationalen Bereich tätig und wurde im Jahr 2015 gegründet. Ausgehend von einem gemeinsamen Treffen beider Organisationen ist die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen nunmehr offizieller Partner der International One Health Coalition der One Health Platform.

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12.-13.10.2017, Berlin

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Interviews

„Wie man sich das in der Zoonosenforschung vorstellt“

Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit über die Kooperation zwischen Human- und Tiermedizin und die Entdeckung eines neuen Borna-Virus

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Termine

1st German Phage Symposium (Stuttgart)

09.10.2017 - 11.10.2017
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Nachwuchs-Workshop (Berlin)

09.10.2017 - 11.10.2017
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DIP

Einblick in die Datenbank der Zoonosenplattform

Beispiel: Mitgliederverteilung